Was tun mit der Kapitallebensversicherung ?

Soll ich meine Lebensversicherung weiter zahlen, stillegen oder kündigen?

Ich hatte vor kurzem die Frage eines Coachingteilnehmers, was er mit seiner Kapitallebensversicherung machen soll. Also greife ich das mal auf und schreibe diesen Artikel dazu.

Zuerst einmal die Frage: Was ist das eigentlich, eine Kapitallebensversicherung?
Im Internet finde ich dazu folgende Beschreibung:

Die Kapitallebensversicherung ist eine Möglichkeit, Ihre Altersvorsorge zu ergänzen und gleichzeitig Ihre Familie für den Fall Ihres Todes finanziell abzusichern. Sie bestimmen, wann Sie sich das angesparte Kapital auszahlen lassen und wen Sie für Ihren Todesfall absichern möchten.

Okay – also ein Todesfallschutz bei dem der einbezahlte Beitrag nicht weg ist, sondern noch gewinnbringend angelegt wird?
NEIN!

Es sind 2 Produkte in einem.

  1. Der Todesfallschutz, dieser Anteil des Beitrags wird NICHT angelegt! Er ist eine Gebühr für die Todesfalleistung und hat überhaupt nichts mit Ansparen von Vermögen zu tun.
  2. Ein Sparplan. Man bezahlt monatlich einen Betrag X ein, dieser wird verzinst und nach Zeit Y bekommt man das Ergebnis heraus. Üblicherweise werben Vertreter damit, daß sich das eingezahlte Kapital nach 30 Jahren verdoppelt.

Schön – das dachte ich in meinen Jungen Jahren auch einmal und habe gleich 3 solcher Lebensversicherungen abgeschlossen. Mit Dynamik und allem Pipapo. Später gekündigt und den sogenannten Rückkaufswert ausbezahlt bekommen. Bei der Versicherung wo ich am meisten einbezahlt hatte weiß ich es noch. Da hatte ich 12.000 DM einbezahlt und 8000 DM zurück bekommen.

Jede Versicherung rät an dieser Stelle NICHT zu einer Kündigung, sondern zur Beitragsstillegung. Dann wären in meinem Fall die -4000 DM nicht weg gewesen. Warum es trotzdem Sinn gemacht hat sie zu kündigen werde ich gleich erklären.

Vorab noch etwas, das die meisten nicht wissen. Der Versicherungsvertreter bekommt eine Provision, wenn er eine Versicherung verkauft. I.d.R. bringt eine Kapitallebensversicherung 1800 DM (heute Euro) an Provision ein. Dieses Geld bezahlt der Versicherungsnehmer – also DU – indem das Versicherungskonto mit 1800 Euro belastet wird – das zeigt Dir nur niemand! Wird der Vertrag in den Anfangsjahren gekündigt, muß der Vertreter anteilig seine Provision zurückzahlen. Er wird Dir also auch zum Weiterführen der Versicherung raten.

Das wird über den sogenannten Rückkaufswert dargestellt. Am Anfang ist kein Wert – bzw. Rückkaufwert vorhanden, weil das gesamte Konto im Minus ist. Zahlst Du sagen wir mal 100 €/Monat ein, ist das KTO nach 18 Monaten erst einmal auf NULL. Dann kommen noch vertragliche Minderungen dazu usw. usw. Mein Coachingkunde hatte über 10.000 Euro einbezahlt und würde nur 4000 Euro zurück bekommen.

Hinzu kommt noch eine miserable Verzinsung! Selbst als ich meine Versicherungen hatte und es noch mit 2,5% verzinst war, war das eigentlich schon eine Frechheit, mit einer Kapitalverdoppelung auf 30 Jahre zu werben. Aber jeder ist selbst Schuld, wenn er keine Ahnung hat! Kapital verdoppelt sich – wenn man es vernünftig macht – alle 10 Jahre! Heute dürfte die Verzinsung bei einer LV im homöopatischen Bereich liegen. 2017/18 lag der Garantiezins bei 0,9%.

Halt – wird jetzt so mancher rufen. Bei mir ist das nicht so. Ich habe eine Fondsgebundene LV. Haha – dran gekriegt – das ist auch nicht besser! Weil DA kommt auch noch eine Fondsverwaltungsgebühr mit dazu, die viel Rendite schluckt.

Wer unbedingt seine Familie absichern will, sollte eine Todesfallversicheurung abschließen. Die kostet 6-12 Euro im Monat. Vermögen aufbauen oder für die Rente vorsorgen gibt es WESENTLICH bessere Möglichkeiten!

OK – hier also jetzt die Berechnung was wäre wenn…

Wir nehmen das Beispiel 11.000 Euro einbezahlt und 4000 € zurück bekommen.

Nehmen wir mal fiktiv an, die LV würde sich mit 2% Verzinsen und Du würdest ab sofort nichts mehr einbezahlen. Dann würden aus den 11.000 Euro nach 30 Jahren 19.924,98 Euro werden. Eingezahltes Geld wäre nicht verloren – ABER…

Wenn Du den Verlust hinnimmst und die 4000 Euro die Du noch bekommen kannst mit Marktdurchschnittlichen 8% auf 30 Jahre hochrechnest, kommst Du auf 40.250,63 Euro.

Hmmm… Das sind 20.325,65€ mehr als bei der Stillegevariante – trotz Verlust!

Bei 12% die durchaus kein Hirngespinst sind, würden daraus sogar 119.839€ werden. 100.000€ mehr als bei Deiner Versicherung… das muß man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen! Und bei 0,9% Garantiezins kommen nach 30 Jahren nur noch 14.392,22 Euro heraus. MINUS Inflation – also faktisch NICHTS! Du würdest Dich auf dem Sterbebett in den Hintern beissen, wenn Du dann erfahren würdest, was Du statt der Stillegung hättest erreichen können!
Und wie macht man das, 12% zu bekommen?
Lies meinen Leitfaden Reichtum durch, dann wirst Du das verstehen! ICH habe in den letzten 5 Jahren +10% gemacht (im Schnitt JEDES JAHR!). Selbst wenn es langfristig nur 8% werden, ist das GIGANTISCH was dann aus Ersparnissen werden kann. Mit „nur“ 12% werden in 30 Jahren aus 10.000 Euro 300.000 Euro !!! Und keine Verdoppelung auf 20.000 Euro wie uns Versicherungsvertreter gerne erklären wollen. Bei 20% würden über den Zinseszinseffekt 2,37 Mio daraus werden!
Am Ende meines Leitfadens erkläre ich Dir wie Du zu einem Coaching von mir kommst, ohne auch nur einen einzigen Cent aus Deiner eigenen Tasche dafür zu bezahlen.

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Über Stefan Eggl 54 Artikel
Stefan Eggl schreibt hier über seine Erfahrungen zum Thema Vermögensaufbau. Er ist überzeugt, dass jeder sein Geld mit den richtigen Investments vermehren kann. Auch Du!

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