Was Anleger von Charles Darwin lernen können

Survival of the fittest

Am 22. November 1859 veröffentlichte Charles Darwin das berühmte Werk „Die Entstehung der Arten“. Darin stellte Darwin seine Theorie der Evolution dar und schaffte einen entscheidenden Durchbruch in der Biologie. „Die Entstehung der Arten“ basiert auf der Beobachtung, daß im natürlichen Kampf um Nahrung und Lebensraum diejenigen überleben, die am besten an ihre Umwelt angepasst sind. Unangepasste Lebensformen verlassen die Weltbühne wieder. Der Störfaktor der Mutuation ist dabei die biologische Komponente die Varianzen und Selektion überhaupt zuläßt.

„Survival of the fittest“ wurde oft falsch ausgelegt und als Machtinstrument mißbraucht. Es bedeutet nicht „Der stärkere gewinnt“, sondern der am besten angepasste hat die besten Überlebenschancen.

Es gibt 4 Erkenntnisse der Evolutionstheorie

  1. „Struggle for existence“ – der Kampf ums Dasein
  2. Natürliche Auslese
  3. „Survival of the Fittest“ – der am besten angepasste überlebt
  4. Auch innerhalb einer Art kann die Entwicklung unterschiedlich sein, wenn die äusseren Umstände abweichen und die Arten weit auseinenader leben.

In einem Satz zusammengefasst: Das was funktioniert bleibt – das was nicht funktioniert geht wieder.

Das ist der ganze „Trick“ der Evolution. Was funktioniert, hängt von dem Zusammenspiel von Organismen und Umwelt ab. Die Nachkommen eines Esels, die „plötzlich“ mit Kiemen zur Welt kommen würden, hätten keine Zukunft und würden ausselektiert werden. Es sein denn, wir hätten Verhältnisse wie zu Noahs Zeiten und eine Sinntflut würde genau dann hereinbrechen. Das wäre dann der evolutionäre Glücksfall, auf den die Selektion einen positiven Evolutionseffekt hätte. Aber hoffen wir einmal daß wir das nicht erleben müssen…

Die Wirtschaft funktioniert im Kern genauso!

Täglich machen sich Menschen Gedanken, womit sie mehr Geld machen könnten, wie als Angestellter. Etwas erfinden. Eine Webseite. Etwas verkaufen. Werbung machen. Viele versuchen etwas, aber nur wenige schaffen es wirklich, nachhaltig etwas auf die Beine zu stellen. Es mangelt am Wissen WIE man eine Idee umstezt. Am Geld Patente anzumelden oder ein Produkt zu produzieren. Am Mut Risiken einzugehen. Am Durchhaltevermögen oder am Verkaufstalent. Die meisten Geschäftsgründungen scheitern innerhlab der ersten 3 Jahre.

Der erste Selektionsprozess in der Hirarchie der Wirtschaft.

Dann kommen diejenigen, die die ersten 3 Jahre überlebt haben, aber dann so vor sich hindümpeln. Auch hier sind die Ursachen vielfältig. Dem einen genügt es einfach. Ein anderer hat nicht die Fähigkeiten eine Firma groß zu machen. Oder es ist ein Gewerbe das strukturell nicht groß zu machen geht. Bei Wirtschaftskrisen gehen von diesen Unternehmen viele in die Insolvenz.

Das ist der zweite Selektionsprozess.

Wer Stufen 1 und 2 überlebt hat, hat gute Karten weiter zu existieren. Aber auch dann gibt es solche die einfach bleiben wie sie waren und andere die trotz aller Widrigkeiten wachsen und vorwärts kommen. Warum genau ist manchmal das gleiche Rätsel, wie die Tomaten die beim Nachbarn gedeihen wie blöde und bei Dir dümpeln sie vor sich hin. Das ist auch nicht wichtig. Wichtig ist erkennen zu können, wo die saftigen Tomaten wachsen!

In der Wirtschaft gibt es den GLEICHEN Selektionsprozess wie in der Natur. Es wird ausprobiert ob etwas funktioniert „Proof of concept“. Firmen werden gegründet und es wird ausprobiert ob es funktioniert. Funktioniert es nicht, stampft man es wieder ein. Funktioniert es, baut man es aus. Vieles kann über Jahrhunderte hinweg funktionieren. Ich denke da mal an das Rad – einmal erfunden – für immer da. Oder Gewürzhandel, Baumwolle, Kaffee etc. Wir müssen eigentlich nur noch herausfinden, was schlecht, normal oder besonders gut funktioniert.

Dieses Prinzip kann ich auf ALLES übertragen!

Partnerschaft – finde heraus, mit welchem Typ Mensch es bei Dir funktioniert und mit wem nicht. Dann selektiere den Menschen – aus denen wo es sehr gut funktioniert – heraus, mit dem es am besten funktioniert. Et voilá – Du hast Deinen idealen Lebenspartner gefunden. (In der Realität leider so schwer umsetzbar).
Kunst – such Dir die Kunstgegenstände heraus, die seit Jahrzehnten begehrt sind und im Wert gestiegen sind.
Immobilien – schau was seit Jahrzehnten am begehrtetsen war und investiere genau in das.
Wenn Du in einer politisch stabilen Region leben willst – schau welche Länder das seit LANGEM bieten und ziehe genau dort hin (z.B. Schweiz).
Aktien – welche Aktien haben alle Krisen und Selektionsprozesse in ihrer Lebensgeschichte überstanden und welche davon bringen die höchste Rendite? Du hast Dein bestes Investment gefunden!
Produkte – finde heraus, welche Produkte seit Jahrzehnten immer wieder, gerne und stabil und regelmäßig gekauft werden und baue Dir genau damit einen Handel auf.

Warum gehen wir zu den Besten? Zu den Marktführern und nicht zum den zweiten, dritten oder vierten? Weil die Marktführer deshalb Marktführer geworden sind, weil sie am besten herausgefunden haben wie ihr System funktionieren muß um Erfolg damit zu haben.

Um Erfolg im Leben zu haben mußt Du nur herausfinden wie die Welt funktioniert. Höre NICHT auf Dein Bauchgefühl, sondern auf statistische Auswertungen. Es sei denn es ist etwas, wo Deine Persönlichkeit eine wichtige Komponente ist. Dann hälst Du auch Deine Emotionen aussen vor. Und das ist in Krisenzeiten entscheidend! Denn nur wer den Schmerz erträgt in einem Crash nicht panisch zu verkaufen oder sein Gewerbe nicht aufgibt und sich neu erfindet kann überleben. Wird sogar gestärkt aus der Krise hervor gehen und zu den Siegern gehören.

Das ist MEINE Philosophie an die ich glaube. Du mußt das nicht tun! Du kannst auch IPOs kaufen. Trends hinterher laufen. Oder nach Bauchgefühl handeln. Was hat Dir das in der Vergangenheit eingebracht? Ich kann auch mit Daimler mal 50% machen. Aber wahrscheinlich nur 1x in 20 Jahren und die anderen 19 Jahre dümpelt das vor sich hin. Ich mache lieber nur 12%, aber die dafür jedes Jahr!

Wenn Du als Investor Erfolgreich werden möchtest, such Dir Unternehmen heraus, die seit langem bewiesen haben, daß sie funktionieren. Die alle Krisen gemeistert haben. Die stabil sind und die eine attraktive Steigerung haben (Dividende + Kurs). Bei vielen gesunden Unternehmen ist die Gesamtrendite bei 12-18% pro Jahr! Bei manchen auch noch etwas darüber. Sich nur auf Highperformer mit 30/40% pro Jahr zu konzentrieren finde ich fahrlässig. Da fehlt es dann am richtigen Risk Management. Es sei denn es ist nur ein kleiner Prozentsatz von Deinem Gesamtdepot und einkalkuliert. Das ist als Beimischung auch wieder okay.

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Über Stefan Eggl 77 Artikel
Stefan Eggl schreibt hier über seine Erfahrungen zum Thema Vermögensaufbau. Er ist überzeugt, dass jeder sein Geld mit den richtigen Investments vermehren kann. Auch Du!

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