5. Die Aufbauphase: Bewusster Konsum und richtiges Sparen

Wie Du effektiv und richtig Geld sparen kannst und dein Konsumverhalten in den Griff bekommst!

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Sparen Konsum

Irgendwo muss das Geld dafür her kommen. Wenn Du nicht schon wohlhabend geboren wurdest, im Lotto gewonnen hast oder eine zündende Geschäftsidee hattest, die Dir Geld einbringt, bleibt eigentlich nur eines. Arbeiten und Sparen. Ok – klingt ziemlich langweilig und ist es auch. Die wenigsten Menschen, die zu großen Vermögen gekommen sind, haben das über Nacht geschafft. Verabschiede Dich von „schnell-reich-werden“ Methoden, die Dir immer wieder vor die Nase kullern. Die meisten haben nur einen Zweck – dem Anbieter Geld zu bringen. Genauso wie Versprechen 12% mit Teakholz, Solarstrom oder anderem Zeug sicher hohe Rendten zu bekommen. Ich habe einiges im Leben ausprobiert und 99% war Unfug und ich habe mein Geld verloren.

Kommen wir aber zurück zum Sparen. Wer kennt den Spruch: Mit Sparen ist noch niemand reich geworden? Bei Zinsen unterhalb der Inflation kein Wunder. Selbst 5% Zinsen sind kein urbanes Mittel, um vernünftig Vermögen aufzubauen. Auf der anderen Seite verhindert uns dieser Glaubenssatz weiter über den Tellerrand hinauszuschauen und weiter zu denken. Natürlich wird man durch Sparen alleine nicht reich. Aber wenn ich das gesparte hochprozentig vermehren kann, dann passiert irgendwann das Wunder des Zinseszinseffektes.

Nun haben wir aber mehrer Dilemma:

  1. Sparen – wovon, wenn am Monatsende fast nichts übrig bleibt?
  2. Wo bitteschön bekommt man mehr wie die momentanen Zinsen?
  3. Das dauert ja ewig, bis das mit dem Zinseszins passiert. Man will ja JETZT leben und weiß gar nicht, ob man das überhaupt erlebt.

Wie Du mehr Geld sparen kannst!

Die meisten sind zu träge um sich mal aufzurappeln und ihre Verträge durchzugehen. Strom, Wasser, Gas, Öl, Telefon, Versicherungen. Alle mal vergleichen und schauen, ob es auch günstiger geht. Da lassen sich unglaubliche Summen einsparen. Eigenes Einkaufsverhalten beobachten, verstehen und korrigieren. Muss ich jedes Sonderangebot mitnehmen? Muss ich bei Tengelmann einkaufen oder genügt mir auch Penny? Das meiste bekommst Du beim Discounter wesentlich günstiger. Wer bei Geschmack und Qualität pingelig ist, hat allerdings keine Chance sich hier zu verbessern. Sinnvolle Sonderangebote natürlich nutzen.

Ein Sparkonto einrichten und regelmäßig Geld dort hin überweisen. Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld und sofern Du weitere Geldzuflüsse irgendwo her bekommen kannst – einen Teil davon wegpacken. Nenne das Konto Zukunftskonto oder Freiheitskonto oder Schatztruhe oder was auch immer Dir dazu einfällt. Nimm gedanklich eine Kette und ein Schloss und wickle es um Deine Schatztruhe und schließe es zu. DIESES Geld ist NICHT zum Ausgeben da.

Vollkommener Irrsinn oder? Wozu soll man das machen, wenn man es nicht ausgeben darf? Genau DAS unterscheidet den Armen vom Reichen! Der Reiche versteht, dass das nicht ausgegebene Geld ihn unabhängig macht und der Arme denkt, er hat es genauso verdient sich etwas zu leisten. Hat es aber nicht, beschafft es sich auf Pump und ist abhängig. Ein Phänomen, das man auch Diederot-Effekt nennt.

Man kauft ständig Dinge, die man nicht braucht, um Menschen zu imponieren, die man nicht einmal mag. Wie oft passiert es, dass der Nachbar eine neue Küche bekommt und plötzlich wollen wir das auch. Was wäre gewesen, wenn wir das nicht mitbekommen hätten? Am Samstag Shoppen gehen? Nur des Shoppens wegen? Was für ein Irrsinn! Aber die Welt der armen und von der Konsumgesellschaft geblendeten sieht so aus. Man belohnt sich, dass man die ganze Woche in Abhängigkeit für jemand anderen gearbeitet hat, indem man das Geld, das man verdient hat, wieder her gibt um in der Abhängigkeit zu bleiben.

Natürlich geht Sparen auf den Konsum. Ich kann nicht beides haben. Interessanterweise konsumieren besonders vermögende Menschen erstaunlich wenig. Es gibt ein Buch dazu – The Millionaire Next Door*. Die meisten Leben bescheiden. Fahren ein gebrauchtes Auto, laufen nicht in den neuesten Designerklamotten herum usw. Warum? Weil sie die Abhängigkeit vom Konsum verstanden haben und weil sie wissen, wie sie Geld ordentlich vermehren können. Das geht nur, wenn sie es nicht ausgeben. Wenn man weiß, wofür man spart, kann es auch richtig Spaß machen. Leg Dir ein Einmachglas zu und schmeiß z.B. immer wenn Du heimkommst 1 und 2 Euro Münzen da rein. Es passiert nebenher. Du siehst was passiert. Du TUST aktiv etwas. Du kannst davor stehen und Dich freuen es getan zu haben.

Letzte Aktualisierung am 9.07.2018 um 19:46 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Führe ein Haushaltsbuch und schreibe ALLES auf, was Du ausgibst. Ja – ist öde und am Anfang ist es wie alles im Leben, was man ändern möchte ist ungewohnt, nervig und störend. War bei mir genauso. Mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Irgendwann vergißt man auch nicht mehr, Kassenbons mitzunehmen und verlangt automatisch welche, wenn man normal keine bekommt. Es ist eine Gewohnheit, die man sich wie alles andere antrainieren kann. Klar – sich jeden Kaffee, Snack oder Kaugummi zu merken geht nicht. Da flutscht gerne was durch. Um ein Sparziel zu erreichen sollte man eh auf solche Zwischendurchs verzichten. Sie sind nicht unbedingt notwendig, ziehen Dir aber Geld aus der Tasche. Heute gibt es Haushalts-Apps, wo man alles sofort eintragen kann, um nichts zu vergessen. Ziel ist es einen Überblick über das eigene Verhalten zu bekommen. Wo geht das ganze Geld hin, das einem am Monatsende fehlt? Egal ob ich ein Auto repariere oder meine Finanzen in Ordnung bringen möchte. Als Erstes muss ich die Situation analysieren und verstehen. DANN kann ich anfangen etwas zu ändern. Am Auto den Fehler beheben oder bei meinen Finanzen mein Verhalten ändern.

Konsumverzicht hat vielleicht etwas mit Selbstkasteiung zu tun. Wenn Du aber ein Ziel vor Augen hat, warum Du das tust, macht es auch noch Spaß. Wenn ICH Menschen mit neuen Autos sehe, denke ich mir „Was aus diesem Geld in 10 oder 20 Jahren alles werden könnte … So ein Idiot – nur weil er nicht weiß, wie es geht …“. Der einhergehende Konsumverzicht muss verstanden werden warum und wozu man sich das antut. Man verlagert Konsum auf später – in der Hoffnung, es erstens zu erleben und zweitens dann mehr Konsumqualität zu haben.


Wo Du mehr Geld als auf der Bank bekommst?

Antwort: NICHT bei der Bank! Nein – auch nicht über seriös erscheinende Fernsehwerbung (PCC Unternehmensanleihe) oder wenn man im Internet sucht (MDM Group AG) ebenfalls ein sogenanntes Nachrangdarlehen. Im Fall der Fälle ist alles weg und das ist schon oft passiert. Vorgestellte Kontrollinstanzen gibt es nicht. Wie solltest Du auch im Vorfeld beurteilen, ob etwas seriös ist oder nicht? Danach ist es aber zu spät – wenn alles weg ist. Dann kannst Du nur noch diesen schlauen Spruch von dir geben „Das Geld ist nicht weg – es hat nur ein anderer“ oder „Alle Menschen sind klug – die einen vorher – die anderen nachher„. Mit dem Versprechen der Sicherheit sind alle wie der Teufel hinter dem Weihwasser hinter den Anlegergeldern her. Mit immer mehr Professionalität. Schließlich wollen wir mit Hochglanzprospekten und tollen Internetauftritten geblendet werden.

Ich hatte 2011 eine Bank entdeckt, die 9% auf’s Tagesgeld versprach. 2013 sind sie dann auf 7% zurück. Aber hallo – bei weltweit 1-2% ist das ja gigantisch. Ich hatte recherchiert, soweit es ging. Ganz koscher war das nicht, aber negatives war auch nicht zu finden. Meine Vermutung damals – die sammeln über ein paar Jahre Anlagegelder ein und dann machen sie den Sack zu. So scheint es auch passiert zu sein. 2016 war die Webseite plötzlich offline und das ganze Geld der Anleger (4,4 Mio) wegmehr Infos

Wo und wie bekommst Du mehr Rendite als bei den üblichen Angeboten?

Und vielleicht auch noch sicher? Dazu musst Du als erstes den Begriff Risiko definieren. Wenn ich auf einer Seite eines Flusses stehe, in dem es Krokodile gibt und der Wald hinter mir brennt. WO befindet sich dann das Risiko? Die Inflation brennt meine Ersparnisse weg und im See fressen mich die Krokodile. Da bleibt nur ein Weg. Das Risiko eingehen und so gering wie möglich halten. Dazu brauchst Du ein wenig Grundwissen wie die Finanzmärkte ticken und dann ist es gar nicht so schwer, wie Du vielleicht denkst. Es ist sogar besser, wenn Du verstehst, dass Du als Zinsanleger eigentlich nur verlieren kannst und Du wesentlich mehr bekommen kannst. Du hast doch keine Lust Dich verarschen zu lassen oder?

Wenn Du es richtig machst, überwiegen die Chancen und die Risiken bleiben moderat. Alles Verlieren, wovor die meisten Angst haben, kann faktisch nicht passieren. Da müsste die gesamte Welt pleite gehen und dann haben wir andere Sorgen. Dann ist es auch egal, ob Du Geld auf dem Sparbuch hast oder in der Weltwirtschaft investiert bist. Vernünftig am Weltmarkt investiert warten bis zu 18% pro Jahr auf Dich. Ja – richtig gelesen! 18 Prozent.

Warum sagt einem das niemand? Ganz einfach – weil keiner was davon hätte. Wenn Du wüsstest, wo es Gold gibt, würdest Du es jemandem erzählen? Einfach so uneigennützig. Wohl eher nicht. Genauso ist es hier. Wer mit Geld zu tun hat, weiß wohl wie man am meisten damit raus holt und entwickelt Produkte, mit denen er das Geld bekommt. Z.B. eine Kapitallebensversicherung. Die Bürger haben keine Ahnung, freuen sich über eine Verdoppelung nach 30 Jahren und die Versicherung macht das 7-fache oder noch mehr daraus. Mit dem richtigen Finanzwissen könnte das JEDER selbst auch machen. So schwer ist das wirklich nicht.


Das dauert ja ewig – ich will JETZT leben

OK – diese Entscheidung kann Dir niemand abnehmen. Es gibt 2 Lebensmodelle. Die einen leben die erste Lebenshälfte, so gut sie können und die zweite nicht besser. Die anderen versuchen, sich in der ersten Lebenshälfte einzuschränken, um etwas aufzubauen, um in der zweiten Lebenshälfte komfortabler leben zu können. Wir beschäftigen uns hier mit der zweiten Möglichkeit. Wenn Du wohin willst, musst Du ein Ziel haben und den Weg dorthin planen. Nun haben die meisten keine Lust zu planen oder sich einem starren Korsett unterzuordnen. Das ist damit aber gar nicht gemeint.

Wenn ich nach Rom will, habe ich ein Ziel und kann die Reise planen. Das bedeutet nicht, dass ich den Weg nach Rom auf festgelegten Pfaden gehen muss. Wenn mir unterwegs jemand eine Mitfahrgelegenheit anbietet (die ich nicht planen kann), dann kann ich sie trotzdem annehmen. Und wenn es mir in Ravenna besonders gut gefällt, bleibe ich vielleicht ein paar Tage dort (was meine Planung auch nicht beinhaltete). Der Weg von A nach B ist trotzdem, flexibel und anpassungsfähig. Wenn ich aber kein Ziel definiere und »mal schauen was kommt« mache, dann lande ich vielleicht in Berlin, wo ich nicht hin wollte. Die Zeit wie lange ich zum Ziel brauche ist ungewiss. Aber was schadet es, schon mal loszugehen?

Heißt – wenn ich Vermögen aufbauen will und nicht weiß, ob ich einmal berühmt werde, eine Erfindung mache, Bundeskanzler werde oder sonst wie zu gutem Einkommen oder Geld komme, dann fange ich trotzdem schon mal an zu sparen und zu investieren. Weil ich nur so das Handwerkszeug lerne, das ich später einmal brauchen werde. Ich brauche ein Ziel, das Werkzeug wie ich dort hingelange und Geduld. Letzteres – nämlich Zeit musst Du so oder so durchleben. Ob Du etwas angehst oder nicht spielt keine Rolle. Irgendwann wirst Du Deinen 40ten oder 50ten feiern. Wenn Du in der Zeit vorher nichts getan hast, dann wird Deine Zukunft auch nicht anders aussehen, als bei vielen anderen die nichts getan haben „Wer das tut was alle tun, wird das haben, was alle haben.“


Vermögen braucht Zeit – die Aufbauphase

Wer das nicht akzeptiert, muss sich ein Fertighaus kaufen und kein individuelles. Darf sich dann aber nicht wundern, dass der Keller fehlt. Ich war 20, als ich mir überlegt hatte, wie man zu Geld kommt. Die Vorstellung einmal ein 6 oder 7 stelliges Vermögen zu haben war so weit weg wie Moskau von den Anden. Es war eher ein Ding der Unmöglichkeit und heute denke ich mir – ich hab zwar keine Ahnung, wie das alles funktioniert hat, aber irgendwie hat es wohl funktioniert. Sonst wäre ich heute nicht da, wo ich bin. Mit Geduld und Spucke, Sparsamkeit und einem Ziel im Gepäck, das unumstößlich ist. Nicht einmal meine Scheidung hat mich davon abbringen können! Und dann klappt das. Ich habe viele Fehler gemacht – aber vielleicht waren sie wichtig. Vielleicht kann ich mit diesem Blog dazu beitragen, dass Du nicht so viele Fehler machen musst und schneller ans Ziel kommst. DAS ist meine Mission.


Was sind deine Tipps rund ums Sparen? Wie sieht dein alltäglicher Konsum aus?

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Über Stefan Eggl 33 Artikel
Stefan Eggl schreibt hier über seine Erfahrungen zum Thema Vermögensaufbau. Er ist überzeugt, dass jeder sein Geld mit den richtigen Investments vermehren kann. Auch Du!

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