Kommt der große Crash – oder ist alles nur Humbuk ?

Wiederholt sich das Szenario von 1929 ?

Eine Frage, die die Börsenwelt zu den wildesten Spekulationen hinreißt. Der größte Crash aller Zeiten ist ein Buch, das gerade in den Bestsellerlisten kursiert. Mit Angstmache konnte man schon immer Geld verdienen. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen könnten ja wirklich dramatisch aussehen. Schulden seit 2007 verdreifacht. Zinsen so tief wie noch nie. So viel Geld in die Märkte gepumpt wie noch nie. Aktien seit 2009 so lange gestiegen wie angeblich noch nie. Das schreit förmlich nach einem Crashszenario?

Ich sage NEIN

Und ich begründe das bewust nicht mit Zahlen! Zahlen hatten in der Vergangenheit NIE recht. Der ganze Versuch etwas mit Zahlen herzuleiten funktioniert nicht. Alleine die USA beschäftigt 60.000 Wirtschaftswissenschaftler um verläßliche Prognosen über das Wirtschaftswetter zu bekommen und – liegen dauernd daneben… Da wird Geldmenge zu BIP in Bezug gesetzt und Inflation zu Ölmenge. Staatsverschuldung zu Staatsanleihenkaufprogramme der Zentralbanken und Aktienrückkaufprogramme zu Unternehmensgewinnen. Und was hat es uns in der Vergangenheit gebracht? NICHTS!

Aktien werden prognotiziert, daß sie fallen und steigen munter weiter – oder umgekehrt.

Sehen wir uns das doch einmal von einer anderen Seite an:
Es gab noch NIE einen Crash, ohne vorangegangener Übertreibung!
Beweise? Aber gerne doch: 1929 und 2001 waren Übertreibungen par Excellence mit übersteilem Anstieg und steil abfallender gefolgter Korrektur. Wo hin und warum? Zur Mittellinie – man nennt das auch Regression zur Mitte (kann jeder bei Wikipedia nachlesen).

Und wie sieht das aktuell in unserem Wirtschaftsumfeld aus?
Der S&P 500 hat aktuell KEINE Übertreibung!

1929 und 2001 waren Anomalien die in jedem System zwischendurch vorkommen, sich aber selbst wieder korrigieren.
Es gibt keine Regelmäßigkeit und keine Wiederholrate. Sie treten auf und verschwinden wieder. Wie ein Gewitter.
Aktuell (27.10.2019) sind KEINE Anzeichen einer Übertreibung zu erkennen. Anhand dieser These gehe ich davon aus, daß aktuell auch keine Crashgefahr besteht.

Warren Buffet sagt zur heutigen Situation: Vollbeschäftigung und niedrige Zinsen – ein Eldorado für Investoren.
JETZT ist das goldene Zeitalter für Investoren!

Bis die Börse irgendwann wieder übertreibt und anschließend korrigiert…

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Über Stefan Eggl 88 Artikel
Stefan Eggl schreibt hier über seine Erfahrungen zum Thema Vermögensaufbau. Er ist überzeugt, dass jeder sein Geld mit den richtigen Investments vermehren kann. Auch Du!

4 Kommentare

  1. Sehe ich genau so. Die Crash-Propheten reden seit Jahren davon und liegen permanent daneben, wollen aber eigentlich nur ihre Bücher und Kurse verkaufen. Es gibt einige Aktien, die durchaus überwertet sind, aber insgesamt ist der Aktienmarkt solide und die Wirtschaft läuft auch, Wachstum der Industrie geht etwas zurück, aber immer noch Wachstum, alles Gemecker auf hohen Niveau. Die Menschen werden laufend von den Medien nur verunsichert, dass führt zu den Kurseinbrüchen, nichts anderes. Ich kann dieses genze Gerede von einigen Finanzbloggern nicht mehr hören, dass man seine Aktien verkaufen soll, teilweise wird von bis zu 90% geredet und man Cashbestände aufbauen soll, Blödsinn. Ich verkaufe nicht eine einzige Aktie, ich kaufe monatlich nach. Hast du sehr gut erklärt. Schöner Blog, verfolge ihn schon einige Zeit.

    • Aktien verkaufen und Cashbestand aufbauen ist Spekulieren und Spekulieren führt nach wissenschaftlichen Erkenntnissen NICHT zum Erfolg. Ich hatte das mal experimentell versucht und AMAZON bei 240 gekauft und bei 680 verkauft und dachte die würden bis 400 wieder runter gehen. Bei 500 haben sie dann gedreht und ich hab den Einstieg nicht gemacht. Heute stehen sie bei 1800! Ausserdem – ich vergleiche ein Aktieninvestment am liebsten mit dem Kauf einer Immobilie. Die verkaufe ich ja auch nicht mal so um sie später billiger wieder zurück zu kaufen. Das wichtigste bei der Immobilie ist mir die regelmäßige Miete und bei einer GUTEN Aktie die regelmäßige Dividende. Wobei die Dividende alleine auch nicht ausschlaggebend ist. Was bringt mir die beste Dividende, wenn die Basis krankt? DAS und mehr erkläre ich gerne bei einem Telefonat oder tiefer im Coaching. Nur wenn man alle Puzzleteile versteht, geht es richtig ab! Und schwer ist das wirklich nicht!

  2. Servus,
    der Crash wird gefühlt seit Jahren „vorhergesagt“. Ich bin seit 2015 am Aktienmarkt aktiv und bereits damals wurde vielerorts empfohlen lieber Cash zu haben, als Aktien. Die Märkte haben sich seitdem ja eher sehr gut entwickelt. Klar, weiß man nie wie es weitergeht, aber ich investiere einfach stur jeden Monat und fertig.

    Gruß
    Fuseboroto

  3. Ich sehe selbst im Internet immer wieder Warnwerbungen „Der Crash kommt – diese 5 Aktien düfen Sie jetzt auf keinen Fall haben“. Meistens noch mit einer Jahreszahl darin. 2015, 2016, 2017, 2018 – irgendwann wird er Recht haben! Das ist eine Geschäftsmodell, das auf die Angst abzielt, nichts weiter. SO verkauft er seine eBooks etc. Wie heißt es so schön? Die Pessimisten bekommen die Schlagzeilen, die Optimisten die Gewinne. Jemand hat mal gesagt „Es gibt keine reichen Pessimisten“. Genau SO ist es. Ich hatte mal einen Coachingteinehmer, der sagte danach „Nee – ach weißt Du – das ist jetzt alles so hoch, da warte ich noch ab“. Der wartet heute noch und verliert eine Menge die er hätte haben können. Aber so ist das eben. ICH sehe aktuell (29.01.2019) überhaupt keine Crashgefahr. Korrektur ja – aber nicht Crash. Dazu gehören noch ein paar andere Anzeigen, die wir aktuell nicht haben.

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