Macht Gold als Geldanlage Sinn?

Was hat Gold im Geldanlageuniversum für einen Stellenwert?

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Gold war immer ein wertvolles Metall, weil es selten ist. Es glänzt, es oxidiert nicht und es entsteht erst durch die gewaltigen Kräfte, die entstehen wenn Sterne als Supernovea sterben und explodieren. Inkas, Mayas, Ägypter, Römer – alle haben Gold als Zeichen der Macht und Göttlichkeit verstanden und eingesetzt. Im Goldrausch der amerikanischen Geschichte haben manche ihr Glück gefunden. Noch mehr aber das Gegenteil – Tod, Armut, Elend.

Und heute? Heute ist Gold unersetzbar für die Elektronikindustrie. Weil es nicht oxidiert, hat es ideale Eigenschaften. Gold wird hier wegen seiner hervorragenden Kontakteigenschaften, Korrosionsbeständigkeit und guten Verarbeitbarkeit eingesetzt. 320 Tonnen Gold steckt die Industrie mittlerweile jährlich in PCs, Handys und andere elektronische und elektrische Geräte, mit steigender Tendenz.

Wieviel Gold gibt es?

Würde man alles bisher gefundene Gold zu einem Würfel schmelzen, hätte dieser „nur“ eine Kantenlänge von 20 Metern. Dieser Würfel wäre 160.000 Tonnen schwer und wäre 5,6 Billionen Euro wert (Stand 13.06.2018).

Zu diesem Würfel und Gold 2 schöne Anekdoten:
„Du kannst eine Leiter holen und auf den Würfel klettern. Du kannst um ihn herumlaufen, ihn anfassen, ihn streicheln, ihn ansehen – aber er wird niemals etwas tun“
„Für Gold wird mit großem Aufwand ein Loch in die Erde gebohrt um es zu heraus zu holen. Wenn man es dann hat, wird ein weiteres Loch in die Erde gebohrt um es darin zu vergraben und es wird mit viel Aufwand bewacht. Was für ein Schwachsinn“


Wertentwicklung von Gold

Wenn wir uns Wertentwicklungen ansehen, dann müssen wir erst eines verstehen: Wir vergleichen immer zum Geld hin. Wohl, weil es die für uns präsenteste Materie ist, mit der wir täglich zu tun haben. Geld ist aber immer die instabilste Energieform die es gibt, da sie imaginär ist. Geld ist nur Vertrauen. Einen Goldbarren oder einen Ziegelstein kann ich anfassen. (Achtung Denkfehler! Geldscheine und Münzen kann ich auch anfassen, aber diese haben keinen „Materialwert“). Ich muß also auch andere „anfassbare“ (Sachwerte) damit vergleichen um eine objektive Einschätzung machen zu können. Einen schönen Artikel mit Grafik habe ich hier gefunden: zum Artikel  Gold wäre demnach die letzten 20 Jahre der Favorit gewesen. Warum rate ich trotzdem davon ab? Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht… Wenn man den Zeitraum vergrößert, sieht man erst wie die Entwicklungen wirklich verlaufen: zum Artikel

Selbst wenn Gold die letzten 20 Jahre besonders gut gelaufen ist, muß man die Besonderheiten der Weltwirtschaft seit der Jahrtausendwende berücksichtigen und mit einbeziehen. Wir hatten den Terroraschlag 9/11 2001, die Einführung des Euro 2002, das Platzen der Interneteuphorie 2000-2003, den Golfkrieg 2003, die Finanzkrise 2008, China-Crash 2015 und Brexit 2016. Die Indexe waren von 1980-1990 gut gelaufen und legten 1900-2000 noch mal einen Gang zu. Der meiner Meinung bereits überdrehte Markt bekam durch die Internetaktien zum falschen Zeitpunkt noch mal eine Schippe oben drauf und das war dann einfach zu viel des Guten. Das Ganze hat sich dann in einem Crash entladen und korrigierte bis 2008. Seitdem sind wir auf einem „relativ fundierten Niveau“.

Was macht "sichere" Anlagen wie Gold, Immobilien und Staatsanleihen aktuell gefährlich?

Das Video wird von Youtube eingebettet. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.


Der Goldpreis hat sich diesem „Angstszenario“ angepaßt und ging nach oben. Die schlimmen Jahre sind hinter uns und wie man auch am Goldpreis sieht, ist dieser bereits wieder gut abgebröckelt (am 05.Sept 2011 war der Kurs im Peak bei 1888 US$, am 25.04.2018 steht er nur noch bei 1321 US$). Der letzte Peak war am 21.01.1980 bei 878 US$. Bis zum nächsten Peak 2011 waren das 31 Jahre und der Entwicklungsfaktor wäre 215% oder analog Geld das mit 2,5% verzinst worden wäre. Abzgl. Inflation – kann denke ich jeder selbst sehen, wie viel Sinn das macht.

Gold hat vielleicht als werterhaltendes Instrument eine Daseinsberechtigung. Aber davon kann niemand seine Rente bestreiten und seien wir ehrlich. WENN einmal eine Krise kommen sollte, die eine private Goldreserve rechtfertigen würde, dann haben wir ganz andere Probleme zu bewältigen. Dann sind vermutlich Konserven und Wasser die wertvollsten Substanzen auf unserem Planeten. Schenke lieber deiner Freundin einen Goldring – da hast du vermutlich mehr davon, als Geld in Gold umzuwandeln und zu hoffen, daß es eine gute Entscheidung für die Zukunft ist. Aber lass deine Frau nichts davon wissen…


Wie findest Du Gold als Geldanlage? Sinnvoll oder nicht?

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Stefan Eggl schreibt hier über seine Erfahrungen zum Thema Vermögensaufbau. Er ist überzeugt, dass jeder sein Geld mit den richtigen Investments vermehren kann. Auch Du!

2 Kommentare

  1. „Würde man alles bisher gefundene Gold zu einem Würfel schmelzen, hätte dieser „nur“ eine Kantenlänge von 20 Metern. Dieser Würfel wäre allerdings 7 Milliarden Euro wert (Stand 2017).“

    7 Mrd. € sind natürlich zu wenig und vermutlich ein (trotzdem sehr ärgerlicher) Übersetzungsfehler. Das fördert der weltgrößte Goldproduzent fast in einem Jahr.

    Als Ergänzung zur Anlage ist Gold m.E. empfehlenswert (allerdings nur als Barren oder Anlagemünzen bzw. physische Hinterlegung mit Lieferanspruch wie z.B. Xetra-Gold).

    Auch eine Anekdote:
    Im alten Rom, so lesen sie aus antiken Quellen heraus, konnte ein reicher Römer für eine Unze Gold eine Toga mit Gürtel und Lederschuhen kaufen. Heute ist eine Unze gut 1200 Euro wert. Mit etwas gutem Willen kann man sagen, dass ein Maßanzug plus Schuhe etwa in dieser Preiskategorie liegt. Das Gold hätte 2000 Jahre seinen Wert gehalten.

    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/devisen-rohstoffe/goldpreis-der-truegerische-glanz-des-goldes-11597095.html

    • Ja da hast du Recht! Fehler meinerseits – falsch aus Recherchequelle übernommen (werde ich korrigieren). Der Gold Kg Preis liegt heute (13.06.2018) bei 35.419,64 Euro. Vorhanden sein sollen 160.000 Tonnen (Angaben schwanken bis 177.000 Tonnen und Würfelkantenlänge bis 21 Meter) ich nehme die 160.000 To und 20 Meter. Daraus ergibt sich ein Wert von 5.67 Billionen Euro. Werterhalt ist ja etwas schönes. Auch Konserven halten fast ewig und behalten ihren „inneren Wert“ – ich kann den Inhalt in 30 Jahren noch essen. Das ist aber nicht gemeint, wenn man von Vermögensaufbau spricht oder wovon man seine Rente finanziert. Im Tierreich ist es einfach – wer zu alt ist und sich selber nicht mehr versorgen kann, stirbt einfach. Aber wir sind eben keine Tiere. Bei den Naturvölkern wurden die alten von den jungen mitversorgt und auch heute ist das noch üblich. Bei vielen allerdings nicht mehr oder geht einfach nicht mehr, weil man die eigene Familie gerade so um die Runden bekommt und selber für’s Alter vorsorgen muß. Also braucht es etwas, das in Zukunft mehr abwirft, als ich reingesteckt habe und Gold tut das definitiv nicht. Dann kann ich wie gesagt auch Konserven horten und diese über 30 Jahre ansammeln um dann im Alter davon leben zu können. Abgesehen vom Platzproblem ist das einfach Unfug. Das Wirtschaftssystem ist das einzige System, das diesen Bedarf erfüllen kann und Beteiligung an der Wirtschaft er einzig sinnvolel Weg. Aktien sind der einfachste, transparenteste und vielversprechendste Weg, das zu tun. Doch gerade wenn man über 30 oder 40 Jahre vorausplanen möchte, muß man schon heute zwischen TOP und FLOP unterscheiden können. Deshalb habe ich diese Seite ins Leben gerufen.

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