Fonds oder ETFs oder Einzelaktien: Was ist besser?

Welche Vor- und Nachteile Du unbedingt kennen musst!

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Fonds ETF Aktien Kursverlauf

Wenn man sich mit Aktien beschäftigt, stößt man zwangsweise auf folgende Phänomene: Privatanleger liegen meistens daneben, kaufen die falschen Aktien oder zum falschen Zeitpunkt. Zudem denken Privatanleger falsch. Sie denken Aktien seien wie Ware, die man billig kaufen muss, wenn sich die Gelegenheit bietet, und muss sie schnell teuer wieder verkaufen, wenn sie gestiegen sind. Der Gewinn wäre die Marge zwischen Ankauf und Verkauf. Das Ergebnis liegt bei den meisten auf Sparbuchniveau oder in der Verlustzone.


Die meisten Fondsmanager schaffen es nicht, den Markt zu schlagen

Was heißt das genau? Jeder Fondsmanager hat den landesspezifischen Hauptindex als Referenz. Der deutsche den DAX, der französische den CAC40 usw. Kaum einer schafft es, mit seinem aktiv gemanagten Fonds besser zu sein als der Gesamtmarkt. Da muss man sich ernsthaft fragen, warum man diesen Fonds auch noch Geld bezahlen soll. Denn ein Fonds ist nicht umsonst. 1,5 – 5% sind in der Regel die Gebühren, die jährlich anfallen. Dafür dass wir für diesen ach so toll (und sichere Gewinne bringen sollende) aktiv gemanagten Fonds eigentlich nichts bekommen außer heiße Luft.

Gevestor betitelt die Prozente der Fondsmanager, die den Vergleichsindex nicht schaffen, sogar auf 98,9%. Wenn nicht einmal Fondsmanager es schaffen besser zu sein, als der Markt, dann kann man ja gleich in den Markt selbst investieren – das müsste ja dann das non plus Ultra sein.

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Fondsmanager sind nicht frei von Entscheidungen

Sie haben ein Arbeitsverhältnis und die Vorgabe besser sein zu müssen als der Markt. Nun stellt man sich einmal vor, der Fondsmanager würde die zwar erfolgreichste Buy & Hold Strategie verfolgen, aber der Markt macht da 1-2 Jahre nicht mit. Fonds werden nicht anhand von 10 Jahren gemessen, sondern an 1-3 Jahren. Es wäre ein desaströses Ergebnis und er würde vermutlich seinen Job verlieren. Er muss also quasi einen anderen Weg gehen. Dieser ist aber auch riskanter. Er betreibt also Stockpicking und manche haben sogar ein gutes Händchen bewiesen. Kurzfristig – langfristig gleichen sich auch diese Fonds alle dem Gesamtmarkt an.

Selbst Affen können einen Indexfonds schlagen

Noch eine Geschichte dazu ist beeindruckend: Fast jeder kennt die Geschichte der Dart werfenden Affen, die damit eine zufällige Aktienauswahl gemacht haben sollen und besser waren als Fondsmanager. Die Geschichte hat einen Haken – die Affen sind falsch. Die Redakteure des Wall Street Journals warfen Dartpfeile auf ihren Kursteil und beobachteten, wie sich diese Zufallsauswahl entwickelte. Von 100 Versuchen lagen die Profis 61x vorne, die Redakteure 39x.

Was aber würde passieren, wenn man das nicht 100x macht? Sondern 10 Millionen mal? Man bekäme eine viel genauere Statistik und die Forscher der Cass Business School in London sind genau dieser Frage nachgegangen: Ihre jetzt veröffentlichten Ergebnisse sind eine Blamage für alle bezahlten Aktienfondsmanager. Das Hirnschmalz der Profis führt zu schlechteren Ergebnissen als eine blanke Zufallsauswahl. Interessant ist aber noch ein anderer Aspekt: Die Zufallsauswahl schlägt auch Indexfonds, in denen die Auswahl der Aktien ausschließlich der Statistik überlassen wird.


ETFs – ein Abbild eines Index

Ein ETF ist nichts anderes als ein Abbild eines Index – ein Mix aus mehreren Aktien zu Definiton XY. Beim DAX ist das die Definition: die 30 größten deutschen Aktien. Beim Nikkei sind das die 225 größten japanischen Aktien und im S&P500 sind das die 500 größten Amerikanischen. Wozu dann dieser ETFs? In einen Index kann man nicht investieren. Deshalb bieten Anbieter alle möglichen Indexe 1:1 als Fonds abgebildet an. Diese Anteile kann man kaufen und verkaufen. Also kann ich mir heraussuchen, was mir gut gefällt – DAX, CAC40, SMI, DowJones, S&P500, NASDAQ, und zig andere. Eigentlich die gleiche verwirrende Vielfalt wie bei Fonds oder Einzelaktien.

ETF Erklärung: Was sind ETFs? In nur 4 Minuten erklärt! | Finanzlexikon

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Was sollen wir denn nun mit all diesen widersprüchlichen Infos anfangen?

Eines wird bei der ganzen Vergleicherei nicht erwähnt: Sowohl Fonds wie auch ETFs werden beim Mix nicht nach Qualität ausgewählt, sondern nach Branche, Größe oder Land, Region, Kontinent etc. Der DAX beinhaltet gute wie auch schlechte Aktien. Der S&P500 beinhaltet gute wie auch schlechte Aktien. Ein Asienfonds beinhaltet gute wie auch schlechte Aktien. Ein Emerging Market Funds beinhaltet gute wie auch schlechte Aktien. Ein Technologie Fonds beinhaltet gute wie auch schlechte Aktien.

Niemand würde auf einem Markt einen Korb mit 30 Äpfeln kaufen, in dem 8 gute und 22 verfaulte enthalten sind. Warum willst Du das mit einem DAX ETF tun?


Nur die guten Aktien nehmen und die schlechten weglassen

Warum zum Teufel macht dann keiner einen Fonds, der die schlechten einfach weglässt? Gibt es – ganz offiziell und jeder kann ihn ganz ungeniert kaufen. Als ETF hat dieser Aktienmix von 01.01.2000 – 30.10.2017 + 895% erzielt. DAX und DowJones im Vergleich nur 84% und 95%.

Es ist im Prinzip ganz einfach – wer seit langer Zeit stabil Gewinne produziert und steigert, hat ein besseres Standbein im Markt als die Konkurrenz. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich diese gefestigte Wirtschaftslage fortsetzt, ist größer, als dass ein Konkurrent diesen Platz streitig macht. Prominenteste Beispiele: Coca Cola und Pepsi. Beide haben es geschafft sich am Markt zu behaupten. Beide haben ihre Berechtigung. Drittanbieter wie Afri Cola oder No Name Marken werden es nicht an eine Weltspitze schaffen – da ist schon jemand. McDonalds und Burgerking. Auch hier haben es 2 tolle Burgerketten an die Weltspitze geschafft. Weitere Burgeranbieter sind eben nur weitere Nachmacher.

Ist das nicht dasselbe wie gerade mit den aktiven Fondsmanagern beschrieben? NEIN – die Auswahl und die Strategie sind grundlegend anders. Es wird nach Qualität Ausschau gehalten – das kann auch eine Firma sein, die nicht groß genug für den DAX oder Dow Jones ist, aber seit vielen Jahren oder Jahrzehnten regelmäßig Gewinne erwirtschaftet und an die Eigentümer ausschüttet (Dividenden). Und es wird nicht versucht, kurzfristig große Gewinne zu machen, sondern langfristig kontinuierliche Gewinne.

Wie dieser Super Fonds mit 895% in 17 Jahren heißt und warum das die beste und sicherste Anlagestrategie aller Zeiten beinhaltet, erfährst Du im Vermögensaufbaukurs.



Was tun, um nichts falsch zu machen?

Oder um das Beste zu machen, was machbar ist? Selbst wenn wir Menschen alle gleich wären, wäre das nicht machbar, da die Zeitpunkte der Investments bei jedem Menschen variieren. Die Hauptherausforderung ist immer der Mensch selbst. Welchen Charakter hat der Investor. Welches Alter, welche Neigungen? Ist es ein geduldiger Mensch oder eher ein Spielertyp? Ein Lebemensch oder ein Festhalter und Aufschieber? All das ist viel wichtiger als die Investments an sich.


Wie denkst Du über Fonds, ETFs oder Einzelaktien?

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Über Stefan Eggl 33 Artikel
Stefan Eggl schreibt hier über seine Erfahrungen zum Thema Vermögensaufbau. Er ist überzeugt, dass jeder sein Geld mit den richtigen Investments vermehren kann. Auch Du!

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