Die größten Dividenen-Irrtümer!

...und welche Dividendenstrategie langfristig besser ist!




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Dividendenstrategie

In Zeiten von niedrigen Zinsen könnte man auf die Idee kommen, einfach Aktien zu kaufen, die eine hohe Dividende bezahlen. Nur so einfach ist es nicht! Stell Dir vor, Du kaufst Aktien vom Unternehmen XY zu heute 100 € das Stück und 8% Dividende. Du machst 10.000 € locker und rechnest mit 800 € Dividende im Jahr. Dummerweise sinkt der Aktienkurs und 1 Jahr später ist eine Aktie nur noch 50 € wert. Bzw. Dein Investitionswert nur noch 5000 € * 8% = 400 €.

Der Fehler ist offensichtlich

Nächste Rechnung: Der Aktienkurs schwankt zwar ein wenig, aber eigentlich pendelt er um die 100 € Marke und das 20 Jahre lang. Super denkst Du bestimmt. Wenigstens nichts verloren und 6% zu bekommen ist ja auch super.

Wo ist der Fehler?

Noch eine Rechnung: Der Aktienkurs ist relativ stabil, geht sogar über die Jahre ein wenig nach oben. Aber alle 2-3 Jahre fällt die Dividende aus. Wenigstens am Grundkapital nichts verloren und ab und zu gibt es ja Dividende. Also alles gar nicht so schlecht.

Finde den Fehler

Letzte Rechnung: Aktie á 100 €, 10.000 € investiert, Dividende 2,6%. 20 Jahre später – die Aktie ist immer noch 100 € wert, aber sie wurde 4x gesplittet (Split = durch 2 geteilt um sie optisch wieder billiger zu machen). Dividende immer noch 2,6%.

Wie hoch ist die Rendite nach 20 Jahre?

Die meisten verstehen nicht den Zusammenhang zwischen Kurs und Dividende. 2,6% Dividende zu bekommen halten die meisten für langweilig. Wo es doch Unternehmensanleihen zu 5-6% Zinsen gibt, ist das doch ein eher langweiliges Investment?

Zur Unternehmensanleihe habe ich bereits einen Artikel geschrieben. Die große Gefahr liegt darin, dass das fast immer Nachrangdarlehen sind UND auch noch ein fester Zinssatz, der sich nie verändert.


Sehen wir uns doch meine Beispiele oben an

Aktie halbiert sich. Klar wirst Du sagen – das kann passieren – das weiß niemand – das ist eben das Risiko, das man eingeht. FALSCH – natürlich kann das Passieren, aber man kann die Wahrscheinlichkeit eingrenzen. Das Beispiel soll nur verdeutlichen, dass eine hohe Dividende nicht zwangsweise zu finanziellem Erfolg führen muss. Es gibt viele Aktien, die die Dividende anheben, um attraktiv zu sein – eben weil die Geschäfte nicht mehr so gut laufen. Klingt kontrovers – und ist es auch. Todeskandidaten schrauben noch mal die Dividende hoch, um Dividendenjäger anzulocken, um evtl. das Schlimmste noch einmal abwenden zu können. Oft ein letzter Todeskampf. FAZIT: Nur rein auf die Dividende zu schauen ist nicht zielführend.

Aktie bleibt über 20 Jahre stabil und zahlt regelmäßig 6% Dividende. Das ist prinzipiell nichts Schlechtes, jedoch geht es besser. Und 6% Dividende ist unterm Strich gerade mal die tatsächliche Inflation. Also plus minus Null. FAZIT: Hohe Dividende ohne Kurssteigerung gleicht gerade mal die Inflation aus. Mehr aber auch nicht. Es wird kein Mehrwert geschaffen.

Aktie bleibt stabil. Steigt über die Jahre ein wenig. Dividende fällt aber immer wieder aus. What a fuck is this? Wenn ich mich nicht auf eine regelmäßige Zahlung verlassen kann, dann kann ich auch mein Leben nicht planen. Das ist wie irgendwo angestellt zu sein und nicht jeden Monat sein Gehalt zu bekommen. Das Vertrauen geht verloren. Der Groll wächst und irgendwann wechselt man den Job. Genau und so eine Aktie sollte man auch gegen eine stabilere austauschen! FAZIT: Unstetige Dividendenzahlungen gehören nicht ins Depot!

Ich finde diese Rechnung genial. Weil sie genau das aufzeigt, wo der großartige Unterschied ist. Jeder denkt – 10.000 € mit 2,6% Zins sind nach 20 Jahren natürlich immer noch 10.000 € mit 2,6% Zins und genau DAS ist falsch! Split bedeutet, ein Aktienwert wird durch 2 geteilt. Wenn diese Aktie also 4x gesplittet wurde und jetzt 100 € wert ist, dann wäre sie ohne Split jetzt 800 € wert. (100 *2 (1. Split) = 200 *2 (2. Split) = 400 *2 = 800 (3. Split)). Also mal 8 das Ganze. 10.000 € investiert sind also nach 20 Jahren 80.000 € wert. Davon 2,6% = 2080 € und das sind zu den ursprünglich investierten 10.000 € 20,08% Dividende! Ein Festzinssparer würde immer noch 5% bekommen – wie mager …

Die Dividende ist durchaus interessant, auch wenn sie zum Kaufzeitpunkt nur 2-3% beträgt. Kursgewinne sind wichtig, aber nicht ausschließlich das wichtigste. Wichtig ist, dass der Kurs über langen Zeitraum stabil wachsen kann und die Dividende verlässlich über langen Zeitraum bezahlt wurde und die Aussichten auf eine weiterhin bezahlbare Dividende gut ist.

Also – was ist wichtig?

  • Aktienkurs über viele Jahre stabil und steigend.
  • Dividende über viele Jahre verlässlich bezahlt und am besten noch gesteigert.
  • Zukunftsaussichten des Unternehmens stabil.

Also alles was meine Liste der besten Unternehmen beinhaltet. Hol sie Dir, damit Du noch heute am effektivsten mit dem Aufbau Deines Vermögens beginnen kannst.


Welche Dividendenstrategie fährst Du persönlich? Auf was achtest Du?




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Über Stefan Eggl 31 Artikel
Stefan Eggl schreibt hier über seine Erfahrungen zum Thema Vermögensaufbau. Er ist überzeugt, dass jeder sein Geld mit den richtigen Investments vermehren kann. Auch Du!

4 Kommentare

  1. Hallo Stefan,
    auch nach dreimaligen Lesen bin ich mir nicht sicher, ob es sich bei dem Beitrag um ein Rätsel, ein Fehlersuchspiel oder was auch immer handelt. Sorry, wenn ich die Aussage des Artikels nicht richtig verstanden haben soll.

    “Stell Dir vor, Du kaufst Aktien vom Unternehmen XY zu heute 100 € das Stück und 8% Dividende. Du machst 10.000 € locker und rechnest mit 800 € Dividende im Jahr. Dummerweise sinkt der Aktienkurs und 1 Jahr später ist eine Aktie nur noch 50 € wert. Bzw. Dein Investitionswert nur noch 5000 € * 8% = 400 €.“
    Der Investitionswert von 10k bleibt doch gleich, solange ich nicht verkaufe. Sollte die Dividende unverändert bleiben, bekomme ich den gleichen Betrag auch weiterhin pro Aktie ausgezahlt. Ist der Aktienkurs um die Hälfte gefallen ist die Dividendenrendite eben 16% auf den aktuellen Kurs.

    „Aktie bleibt über 20 Jahre stabil und zahlt regelmäßig 6% Dividende. Das ist prinzipiell nichts Schlechtes, jedoch geht es besser. Und 6% Dividende ist unterm Strich gerade mal die tatsächliche Inflation. Also plus minus Null.“
    Inflationsrate von 6%? Aber nicht in Deutschland. In den letzten 25 Jahren war diese meist zwischen 0,3 und 2,6%.

    „Ich finde diese Rechnung genial. Weil sie genau das aufzeigt, wo der großartige Unterschied ist. Jeder denkt – 10.000 € mit 2,6% Zins sind nach 20 Jahren natürlich immer noch 10.000 € mit 2,6% Zins und genau DAS ist falsch! Split bedeutet, ein Aktienwert wird durch 2 geteilt. Wenn diese Aktie also 4x gesplittet wurde und jetzt 100 € wert ist, dann wäre sie ohne Split jetzt 800 € wert. (100 *2 (1. Split) = 200 *2 (2. Split) = 400 *2 = 800 (3. Split)). Also mal 8 das Ganze. 10.000 € investiert sind also nach 20 Jahren 80.000 € wert. Davon 2,6% = 2080 € und das sind zu den ursprünglich investierten 10.000 € 20,08% Dividende!“
    Wenn es einen Aktiensplit von 2:1 gibt, bleibt der Dividendenbetrag pro Aktie nicht gleich sondern halbiert sich ebenfalls. Unterm Strich ist der ausgezahlte Betrag noch der gleiche. Anders herum würde ja sonst das Unternehmen bei einem Split von 2:1 die Dividende verdoppeln.

    Sicher wirst du mit deinem Erfahrungsschatz mir hier weiterhelfen können wo mein Denkfehler ist.

    Grüße,
    Daniel

    • Hallo Daniel,

      im ersten Moment (Jahr) wirst Du sicher Recht haben. Wenn aber ein Kurs so drastisch fällt, dann stimmt mit dem Unternehmen etwas nicht mehr. Und dann wird sicher auch die Dividende gekürzt und nach unten angepaßt. In die andere Richtung funktioniert das genauso. Wenn Du eine Aktie kaufst, die über Jahre gestiegen ist, wird jedes Jahr duch die Dividende (nominal) angehoben. Prozentual bleibt sie aber meistens beim ähnlichen Wert um die 3%. Hast Du also 10K investiert und steigt – sagen wir um 100% nach 5 Jahren, hast Du am Anfang 3% Dividende und am Ende 3% Dividende, aber 6% auf das eingesetzte Geld, das auch noch doppelt so viel geworden ist. Anders herum analog, -50% Kurs sind dann nur noch 1,5% Dividende. So ist es „normalerweise“.

  2. Muss ehrlich sagen, dass ich oft erneut nachlesen musste. Wenn man bei lesen nicht gleich mitdenkt und gewisse Grundkenntnisse nicht hat, tut sich der Leser bestimmt schwer. Vielleicht kann man es noch einfach bzw. ausführlicher erklären?

    Beste Grüße Pierre

    • Nicht jeder kann alles „einfach“ erklären. Deshalb wollte ich es auch ausührlich beschreiben und nicht nur in 2 Sätzen. Kann ich aber auch: Steigt eine Aktie, steigt i.d.R. auch die Dividende. Verliert eine Aktie an Wert, wird i.d.R. auch die Dividende weniger. Es sei denn, die Dividenenanpassung ist noch nicht erfolgt, z.B. weil es erst in der nächsten Hauptversammlung beschlossen wird. Dann sieht sie optisch hoch aus. Wird aber bald kleiner werden. Es macht also keinen Sinn, nur der Dividende hinterher zu jagen. Es muß Beides stimmig sein. Aktienkurs muß steigen UND Dividende muß steigen – natürlich auf lange Sicht und nicht heute auf morgen.

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