Aktien sind immer NACH einer Krise gestiegen

krisen sind innovationstreiber

Oktober 1929 – Das jähe Ende eines sagenhaften und immerwährenden Aufschwungs. Fast so traumhaft wie heute? Gibt es vielleicht Parallelen? Der Aktienmarkt brach um -90% ein. Massenarbeitslosigkeit – Elend. Könnte Corona ähnliche Folgen nach sich ziehen? Oder ist dieses Mal alles anders?

Fakt ist – Aktien sind immer NACH einer Krise kräftiger gestiegen als sonst.

Weltwirtschaftskrise und große Depression 1929

1932-1937 war der Aktienmarkt wieder auf einem guten Weg – wenn da nicht der 2. Weltkrieg seine Finger im Spiel gehabt hätte. Das hat dann etwas länger „gebremst“ als es ohne gewesen wäre.

1972/73 Ölkrise

Die erste und folgenreichste Ölpreiskrise wurde im Herbst 1973 anlässlich des Jom-Kippur-Krieges (6. bis 26. Oktober 1973) ausgelöst. Die Organisation der arabischen Erdöl exportierenden Staaten (OAPEC) drosselte bewusst die Fördermengen um etwa fünf Prozent, um die westlichen Länder bezüglich ihrer Unterstützung Israels unter Druck zu setzen, gegen welches die Arabische Liga seit 1948 mit wenig Erfolg einen umfassenden Wirtschaftsboykott erklärt hatte. Am 17. Oktober 1973 stieg der Ölpreis von rund drei US-Dollar pro Barrel (159 Liter) auf über fünf Dollar. Dies entspricht einem Anstieg um etwa 70 Prozent. Im Verlauf des nächsten Jahres stieg der Ölpreis weltweit auf über zwölf US-Dollar pro Barrel. Dieses Ereignis ging auch unter dem Namen „Ölembargo“ in die Geschichte ein.

Börsenkrach 1987

Am 19. Oktober 1987 war der erste Börsenkrach nach dem Zweiten Weltkrieg. Als Ursache werden Fehler von neuartigen Computergestützten Systeme mit Ketteneffekten angeführt. Er begann an der Hong Kong Stock Exchange und nach Öffnung der Börsen in Westeuropa einige Stunden später auch dort, wieder einige Stunden später an den Börsen in den USA und Kanada und dann auch in Australien und in Neuseeland. Der Dow Jones fiel innerhalb eines Tages um 22,6 % (508 Punkte) dies ist bis heute der größte prozentuale Rückgang innerhalb eines Tages in dessen Geschichte. Bis Ende Oktober fielen die Börsenkurse in Australien um 41,8 %, in Kanada um 22,5 %, in Hongkong um 45,8 % und in Großbritannien um 26,4 %.

DOT.COM Krise 2001

2001 war eine Korrektur, die wegen eines aufgeblähten Aktienmarktes entstanden ist und die Finanzkrise 2008 ein Crash der wegen eines aufgeblähten Immobilien- und Kreditmarktes entstanden ist. Das besondere war, daß diese beiden Ereignisse relativ kurz hintereinander passiert sind. Trotzdem war es nicht das Ende der Welt. Im Gegenteil. Seit 2009 läuft der Aktienmarkt – auch wegen der Nullzinsära – wieder in geregelten Bahnen nach oben.

Finanzkrise 2008

Als Beginn der Finanzkrise wird der 9. August 2007 festgemacht, denn an diesem Tag stiegen die Zinsen für Interbankfinanzkredite sprunghaft an. Ihren Höhepunkt hatte die Krise im Zusammenbruch der US-amerikanischen Großbank Lehman Brothers am 15. September 2008. Die Finanzkrise veranlasste mehrere Staaten, die Existenz großer Finanzdienstleister durch Kapitalerhöhungen enormer Größe durch vor allem staatliches Fremdkapital, aber auch Eigenkapital zu sichern. Einige Banken wurden verstaatlicht und später geschlossen. Die ohnehin hohe Staatsverschuldung vieler Staaten stieg krisenbedingt stark an, vor allem in den USA.

Und zuletzt die Corona-Krise 2020

Vergleichend mit anderen Krisen NICHT durch einen Wirtschaftsfaktor ausgelöst, sondern durch einen externen Faktor – einen Virus. Dafür folgen im Anschluß wirtschaftliche Auswirkungen? Die Börse sagt nein und es war in der Vergangenheit immer ratsam ihr zuzuhören. Es wird KEINE Rezession geben und KEINEN zweiten Crash. Aber auch keine Euphorie! Wir werden volatile Zeiten bekommen, aber das war es erst einmal. Glaubst Du nicht? Dann beobachte und komm in 5 Jahren wieder hierher zurück und vergleiche meine Aussage…

Ein sehr schönes Beispiel ist diese Aktie:

Links langfristig seit 1990 und rechts die 2 „Coronarücksetzer“.
1 = der März-Schock als die Krise ausgebrochen ist – ziemlich genau 17. Feb bis 17. März 2020
2 = 15. Okt bis 27. Okt 2020 die Angst vor der 2. Welle

Was ist passiert?

Nach der ersten Welle hat man sich überraschend schnell daran gewöhnt und es wurde eingepreist. Bei der 2. Welle hat man bereits erkannt, daß sich die Welt für die meisten weiter dreht. Klar gibt es Probleme und Pleiten – aber nicht für die Masse. Wir haben keine Lebensmittelengpässe und Einkaufen funktioniert auch über Onlinehandel. Also geht man zur Tagesordnung über und wartet ab, bis es vorüber geht. Mehr kann man ja auch wirklich nicht machen.

Die Masse der Umsätze wird nicht über Gastronomie oder Events generiert, sondern über Lebensmittelläden und non-Food wie gesagt – kann man auch per Versandhandel beschaffen. Es gibt also nicht WIRKLICH ein Problem, weil diese Zweige heruntergefahren sind. Ausser die Menschen die direkt davon betroffen sind.

Ein weiteres Paradebeispiel:

Von 1994 bis 2021, insgesamt steigend. Eine grundsolide gesunde Firma! Aber was ist von 2011 bis 2019 passiert? Es war eine 7 Jahre andauernde Übertreibung! Im rechten Bild mit der roten Wachstumslinie sieht man es deutlich. Seit dem Tiefpunkt im Dez 2018 geht es endlich wieder „auf der Spur“ weiter. Es ist nicht einmal verwunderlich, daß es genau dort weiter geht und WIE es weiter geht. GENAU auf der roten Linie. Krisen und wirtschaftliche Verwerfungen bringen nur das Grundsystem durcheinander. Aber sie beenden es nicht.

Vielleicht wie ein Todesfall eine Familie kräftig durchrütteln und vorübergehend aus der Bahn werfen kann. Aber die Familie endet deshalb nicht. Irgendwann erholt man sich und geht gestärkt aus der Krise hervor. Corona hat hier auch keinerlei Auswirkungen. Weil Corona kein wirtschaftlicher Auslöser ist, sondern eben ein externer Effekt. Wir Menschen haben externe Effekte immer mit Bravour gemeistert. Unser Gehirn ist perfekt für Krisenbewältigungen konstruiert. Das hat uns zu einer Spezies gemacht, die sich seit Jahrtausenden überall anpassen kann.

Nichts ist uns zu groß, zu schwer oder zu unmöglich. Wir tauchen zum tiefsten Punkt der Erde und fliegen zum weitest möglichen Punkt im Universum. Und gegen einen Virus finden wir auch eine Lösung!

Und noch 10 Beispiele:

 

Merkst Du etwas? Corona hatte KEINE CHANCE etwas anzurichten, weil es ein äusserer Einfluß ist. Im Kern sind diese Firmen alle grundsolide und stabil. Leuchtet ein? Dann konzentriere Dich bei der Geldanlage auf solche Qualitätsfirmen. Mit diesen wirst Du lange Freude haben!

Und selbst wenn noch etwas nach kommen sollte (an das ich nicht glaube) – Krisen waren historisch immer Innovationstreiber. Früher waren es die Kriege – jetzt ist es der Kampf gegen einen Virus…

In einer Krise sind althergebrachte und eingefahene Funktionsweisen nicht mehr gültig. Das treibt die Menschheit heraus aus ihrer Lethargie der Komfortzone. Jetzt MUSS etwas getan werden. Neue Ideen ausprobiert werden. Es geht um die Existenz. Man riskiert wieder etwas – weil man eh nichts mehr zu verlieren hat. Entweder vorwärts gehen – oder unter gehen. DAS bringt einen gewaltigen Innovationsschub mit sich. Corona bringt es fertig, daß das gleichzeitig weltweit passiert. Es wird die Menschheit im Gesamten ein großes Stück vorwärts bringen.

Wir werden das erst in ein paar Jahren sehen – aber wir werden es sehen. Schon alleine die Tatsache daß man sich mit Homecsooling mit Technik auseinandersetzen muß, mit der man früher nie Berührung gehabt hätte. Wir lernen gerade uns auf die immer stärker werdende Digitalisierung vorzubereiten. Homeoffice wird in 10 Jahren Standard sein. Fabrikarbeiten die heute noch von Menschen ausgeführt werden, werden von Robotern übernommen. Es wird nur noch Servicepersonal geben um die Technik am Funktionieren zu halten. Alle anderen arbeiten in Onlineteams überwiegend von zu Hause aus.

Ob das schön wird werden wir sehen…


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